Junge Selbsthilfe

Neue Selbsthilfegruppe für junge Menschen mit Depression und/oder Angststörungen gestartet

Rund 10 junge Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gründeten Anfang August in Stade eine neue Selbsthilfegruppe zu ihrem Thema. Die neue Selbsthilfegruppe richtet sich ausdrücklich an Menschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Initiiert wurde die Gruppengründung von jungen Leuten, die selbst von Depressionen und/oder Angststörungen betroffen sind.
Deren Motivation, jetzt eine Gruppe für junge Betroffene zu gründen, beschrieb einer von Ihnen so: „Manchmal liegen Welten zwischen den Lebenssituationen von jungen und älteren Betroffenen. Mit unserer neuen Gruppe wollen wir etwas unternehmen gegen den sozialen Rückzug junger Betroffener und ein altersgerechtes Angebot machen, das uns selbst und andere weiterbringt.“
Neben dem Austausch von Erfahrungen mit der Erkrankung wird der altersspezifische Blick auf den Umgang mit alltäglichen Anforderungen, mit Emotionen und Krisen und die aktive Gestaltung des Tagesablaufs und sozialer Beziehungen im Mittelpunkt der Gruppentreffen stehen. Auf den Wunsch der Initiatoren hin wird die neue Gruppe während der ersten Treffen begleitet durch eine geschulte „In-Gang-Setzerin“, die ehrenamtlich für die Selbsthilfekontaktstelle KIBIS tätig ist. Sie unterstützt bis die ersten Unsicherheiten überwunden sind und die Gruppe sicher ist, wie solche Gruppengespräche funktionieren können.
In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die ein Thema verbindet oder die von einer Krankheit betroffen wie andere Teilnehmer auch. Es gibt keine fachliche Anleitung – also keinen Therapeuten oder Psychiater. Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen zusammenfinden, verbindet der Wille, sich selbst helfen und so ein Stück mehr Verantwortung für sich und das eigene Leben übernehmen zu wollen. Sie haben gemeinsam, dass sie sich mit anderen Betroffenen über sich und ihre Lebenssituation austauschen möchten, eigene Erfahrungen weitergeben und aus den Erfahrungen anderer lernen möchten. Selbsthilfegruppen können dabei unterstützen, eigene Wege im Umgang mit der persönlichen  Thematik oder Erkrankung zu suchen und die eigenen Fähigkeiten und Kräfte zu aktivieren.    
Wer Interesse hat an der neuen Selbsthilfegruppe für junge Menschen mit Depression und/oder Angststörungen, kann Näheres erfahren bei KIBIS des Paritätischen, der Selbsthilfekontaktstelle für den Landkreis Stade, unter Tel. 04141- 3856.

 

 

Junge Selbsthilfe im Landkreis Stade

Im letzten Jahr startete das Projekt „Junge Selbsthilfe“ bei Kibis Stade.

Mit unserem Projekt wollen wir junge Menschen ab 18 für die Selbsthilfe begeistern. Denn Selbsthilfe hat ganz viel zu tun mit: sich selbst ausprobieren, mit anderen gemeinsam neue Wege gehen, sich gemeinsam Problemen stellen. Junge Menschen bringen auch ganz eigene Themen und Sichtweisen in die Selbsthilfe ein. Bundesweit wächst die Junge Selbsthilfe.

Unsere Projektgruppe setzt sich aus jungen Menschen mit den verschiedensten Problemlagen und Interessengebieten zusammen. Vieles haben sie jedoch gemeinsam. Als erstes zu nennen: das Engagement und die Lust als Gruppe an neuen Ideen für eine junge Selbsthilfe zu arbeiten.

Einige haben den Wunsch Selbsthilfegruppen zu gründen, die jüngere Menschen mit  ihren Themen zusammenbringen. Aber auch insgesamt ist es Ihnen ein Anliegen, die Selbsthilfe bei  mehr (Jungen) Menschen bekannt zu machen. Auch eine aktivere Selbsthilfegruppenarbeit wird angestrebt.

Mit viel Ideenreichtum, Humor, gegenseitiger Unterstützung, Toleranz und Veränderungswillen arbeitet die Gruppe alle zwei Wochen am Thema. In der Projektgruppe gibt es die Möglichkeiten sich  auszuprobieren, auch Grenzen zu entdecken, gemeinsame Aktivitäten zu organisieren und so auch in Kontakt zu kommen mit anderen Menschen. 

Wer eine Selbsthilfegruppe gründen möchte und unter 35 ist (Ausnahmen sind möglich) oder die Projektarbeit aktiv unterstützen möchte ist herzlich eingeladen sich beim KIBIS zu melden!

 

Ansprechpartner Junge Selbsthilfe:

Urte Schnoor

Ulrich Brachthäuser

Dieses Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung von der AOK Niedersachsen unterstützt.