KIBIS

Selbsthilfetag am 1. Juli: Ein großes Fest der Vielfalt - erstmals im Rahmen der "Langen Nacht Stade"

 

Die Lange Nacht Stade am 1. Juli – für die Selbsthilfe und Interessierte wird sie ein Ort der Begegnung mitten auf dem Pferdemarkt werden. „Es ist Zeit für neue Anregungen, ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und Zeit für Kultur", erläutert Ulrich Brachthäuser, Leiter der Selbsthilfekontaktstelle KIBIS des Paritätischen. „Und wir als Selbsthilfe steuern einiges dazu bei, indem wir unseren Selbsthilfetag mit einem attraktiven kulturellen Begleitprogramm zu einem Teil der Langen Nacht Stade machen. Dabei verbinden wir Freude, Ernsthaftigkeit, Tiefe und Kommunikation. Denn das macht Leben aus.“

Die Selbsthilfe im Landkreis Stade zeigt sich aktiv und lebendig. Zwischen 17.30 Uhr und 22.30 Uhr werden Selbsthilfegruppen mit Ständen den Pferdemarkt beleben. Hier können sich Interessierte über die verschiedenen Selbsthilfegruppen informieren und in den direkten Austausch gehen.

Teilnehmende Selbsthilfegruppen sind: SHG Adipositas Stade und Kehdingen, Anonyme Alkoholiker, AGUS Stade, SHG Angehörige psychisch kranker Menschen, SHG Die Insuliner, SHG Eltern von Menschen mit Borderline, SHG Endometriose, SHG Hautkrebs Buxtehude, Landesverband Niere Niedersachsen KG Stade, SHG Restless Legs, SHG Schlafapnoe, Therapeutische Sucht- und Sozialberatung e.V., SHG WIR (Depression).
Ein Analoger Chatroom auf dem Pferdemarkt bietet Gelegenheit, tiefe Einblicke in die Selbsthilfe zu gewinnen. Thema ist unter anderem "Chronisch krank - und jetzt?". Um 20 Uhr werden die Anonymen Alkoholiker im Analogen Chatroom ein kleines Infomeeting anbieten.


Das kulturelle Begleitprogramm des Selbsthilfetages startet um 17.30 Uhr im stimmungsvollen Hof des Johannisklosters (Johannisstr. 3). Es beginnt mit sanften Tönen, einem kleinen Harfenkonzert mit Sylvia Reiß. Die konzertierende Harfenistin bringt Hörgenüsse aus ihrem reichhaltigen musikalischen Repertoire u.a. aus den Bereichen Latin, Jazz, Klassik und Worldmusic.
Ab 18 Uhr liest Hermann Gebhardt aus seinem Buch „Immer das artigste Kind“. Unverblümt schildert er die Stationen seiner Alkoholkrankheit. Von den Anfängen als Auszubildender im Hamburger Hafen, von Abstürzen, Straffälligkeit und Obdachlosigkeit. In lebendigen Bildern erzählt Hermann von seinem Weg aus der Sucht zurück ins Leben.
Harald Winter, der vielfach engagierte Künstler, bringt ab 19.15 Uhr Songs, die erzählen von der Kraft der Vielfalt, von Menschen und ihren Stärken, von Herausforderungen, vom Leben in einem guten Miteinander.
Markus Bock, ein mehrfach ausgezeichneter Blogger und Träger des Niedersachsenpreises, spricht ab 19.45 Uhr über Depression in einer Sprache, die diese Krankheit begreifbar macht. Markus Bock liest aus seinem Leben - mit seinen Stolpersteinen, seinen Wegen und Erklärungen. Er liest, um aufzuklären, um Hände zu reichen und das Stigma kleiner werden zu lassen.
„Gemeinsam wollen wir aus unserem diesjährigen Selbsthilfetag im Rahmen der Langen Nacht Stade am 1. Juli ein Erlebnis machen und dabei die Vielfalt des Lebens in den Mittelpunkt stellen“, betont Ulrich Brachthäuser, Leiter der Selbsthilfekontaktstelle Stade.
Dazu passt ein Walking Act des Duos Flammenspuk mit der Meerjungfrau "Fräulein Flosse" und „Frau Krake“. Denn diese Wasserwesen lassen es sich nicht nehmen, bei diesem Fest der Vielfalt mitzumischen. Und so entsteigen sie den Fluten, mischen sich unters Volk und bringen Menschen zum Staunen.
Bei allen oben genannten Angeboten im Rahmen des Selbsthilfetages ist der Eintritt frei; in Gesprächssituationen und an Orten mit hohem Personenaufkommen wird das eigenverantwortliche Tragen von medizinischen Masken empfohlen.

 

 

In der Selbsthilfe erleben Menschen Begegnung und Austausch mit Gleichbetroffenen

In der Selbsthilfe lassen sich Begegnung und Austausch neu erleben. Gerade nach den Kontaktbeschränkungen durch Corona können Menschen, die sich jetzt der Selbsthilfe zuwenden, neue Kontakte und Perspektiven gewinnen. Das besondere der Selbsthilfe: Hier treffen sich Menschen, die ein gemeinsames Thema haben, über das sie sich austauschen - nicht theoretisch, sondern ganz praktisch. Denn ein wichtiges Prinzip von Selbsthilfe ist: jede*r spricht von sich und alle gemeinsam profitieren vom Austausch. Wer mehr über die Selbsthilfe erfahren will, findet auf unserer Webseite Kontaktadressen, Ansprechpartner und Interviews.

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Langsam gehen die Corona-Inzidenzzahlen zurück und auch in die Selbsthilfe zieht Stück für Stück wieder Normalität ein. Wegen Corona waren in den letzten beiden Jahren die Kommunikations-Formen innerhalb von Selbsthilfegruppen deutlich vielfältiger geworden: Treffen in geeignet großen Räumen unter Beachtung von Hygienevorschriften und Hygienekonzepten, Telefon- oder Videokonferenzen, Einzeltelefonate uvm. Je nach Entwicklung der Coronalage konnten und können sich Form, Ort und Zeitpunkt der Treffen von Selbsthilfegruppen kurzfristig ändern.

Erfragen Sie bitte direkt bei den Gruppen, wie, wann und unter welchen Hygieneregelungen sie sich aktuell treffen (Kontaktdaten siehe in der Rubrik "Gruppen" oder bei KIBIS unter Tel: 04141-3856 erfragen).

Auch ganz neue Selbsthilfegruppen haben sich während der letzten Monaten zusammengefunden. So finden jetzt auch Menschen mit Endometriose, ADHS (Erwachsene), Hochsensibilität, Long- und Post-Covid und Menschen mit Krebs Unterstützung in der Selbsthilfe - ebenso wie Menschen mit Polyneuropathie unbekannter Ursache. Auch neue Gruppen zum Thema Depression haben sich gegründet. (Kontaktdaten erfragen Sie bitte ebenfalls bei KIBIS unter Tel: 04141-3856).

Auch wer jetzt vielleicht erstmals das Bedürfnis hat, sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, ist bei KIBIS richtig. Wir vermitteln zu bestehenden Selbsthilfegruppen. Und wir unterstützen die Bildung neuer Gruppen vom gleichen Thema Betroffener - egal, ob Sie sich mit Gleichbetroffenen telefonisch oder von Angesicht zu Angesicht zu Ihrem Thema austauschen möchten.

Ergreifen Sie die Initiative und nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir unterstützen Sie kostenlos und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. 

Blick durchs Schlüsselloch - Einblicke in die Selbsthilfe

Auch digital können Sie auf dieser Webseite tiefe Einblicke in die Selbsthilfe erfahren. Dafür haben wir Interviews mit Menschen aus der Selbsthilfe im Landkreis Stade geführt und für Sie auf unsere Webseite gestellt. Hören Sie gerne rein in unsere Interviews. Es lohnt sich!

Wenn Sie auf der Suche nach einem Selbsthilfethema oder einer bestimmten Selbsthilfegruppe sind, schauen Sie gerne in unsere Datenbank oder rufen Sie uns an: 04141 - 3856

KIBIS - Ihre Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe in Stadt und Landkreis Stade

KIBIS unterstützt und vernetzt Selbsthilfeaktivitäten. KIBIS arbeitet fach- und themenübergreifend und ist Ansprechpartner für alle Themen der Selbsthilfe. 

Wir beraten alle Bürger*innen, die sich für die Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen interessieren. Unser Angebot ist kostenlos; wir sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Unsere Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Interessierte Bürger*innen 

    • über Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen informieren  
    • in Selbsthilfegruppen vermitteln  
    • bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen unterstützen

  • Bestehende Selbsthilfegruppen    

    • unterstützen (z.B. durch Beratung, bei der Pressearbeit)   
    • in der Gründungsphase begleiten

  • Die Kooperationen zwischen Selbsthilfegruppen fördern und gemeinsame Aktionen organisieren.
  • Die Idee der Selbsthilfe verbreiten und die Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen und Fachinstitutionen fördern.

KIBIS wird finanziell gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

 

KIBIS-Flyer als PDF-Download

Sprechen Sie uns an, wenn Sie

  • auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe sind,

  • nicht sicher sind, ob Selbsthilfe (im Moment) das Richtige für Sie ist

  • oder eine Selbsthilfegruppe gründen möchten.


Tel:  04141 - 3856

E-Mail:kibis-stade@paritaetischer.de 

WERTSCHÄTZUNG  ERFAHREN

In Selbsthilfegruppen wird eine von Offenheit und Respekt getragene Gesprächskultur gepflegt. Hier können Menschen erleben, dass sie mit ihrem Thema nicht alleine sind - und wie befreiend der vertrauliche Austausch mit Gleichbetroffenen sein kann. Sie können eigene Erfahrungen einbringen und von den Erfahrungen anderer lernen.

Auch wenn die Themen von Selbsthilfegruppen sehr unterschiedlich sind: Im Kern geht es immer darum, den eigenen Weg zur Bewältigung der aktuellen Lebenssituation, Krankheit oder Krankheitsfolgen zu finden. Und ein Mehr an persönlicher Lebensqualität zu gewinnen.

06.04.2020

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Kategorie: Topnews